Academia Engelberg 2016: Danke Dominik Galliker!

  15 Jahre Academia Engelberg - 15 Jahre Dominik Galliker! Nach 15 erfolgreichen Kongressen überlässt "Mister Academia Engelberg" das Feld jüngeren WissenschaftlerInnen und bleibt der Academia als Berater und Netzwerker erhalten. DANKE DOMINIK!!!
15 Jahre Academia Engelberg - 15 Jahre Dominik Galliker! Nach 15 erfolgreichen Kongressen überlässt "Mister Academia Engelberg" das Feld jüngeren WissenschaftlerInnen und bleibt der Academia als Berater und Netzwerker erhalten. DANKE DOMINIK!!!

Der 15. Wissenschaftsdialog der Stiftung Academia Engelberg fand vom 12. bis 14. Oktober 20 16 im Klosterdorf Engelberg statt. Internationale Experten loteten in einem generationenübergreifenden und interdisziplinären Dialog die Antipoden von historischen, medizinischen, philosophischen, juristischen und biologischen Grenzen aus. Nach einem historischen Rückblick auf Grenzen wurde im ersten Block der Lebensbereich des Menschen von der Geburt bis zum Tod reflektiert. Im zweiten Block wurden Grenzen der Naturgesetze vom kleinsten Teilchen bis zum Universum untersucht. Und der dritte Block widmete sich den Grenzen der Verständigung: von der Lebens- und Arbeitswelt über die Politik bis hin zur Nationalität.  Rund 120 Teilnehmer erhielten Einblick in Beispiele von Grenzen in der Forschung, Medizin, Philosophie, Computing, Produktion, Arbeitswelt und im gesellschaftlichen Zusammenleben und wie sie überwunden werden. Eine besondere Plattform erhielten junge Wissenschaftler, die in einer Summer School drei Präsentationen vorbereitet hatten: Maria Kliesch, Universität Zürich, Harshal Kate, Indian Institute of Technology Mumbai, und Evangelos Ioannidis, Aristotle University of Thessaloniki, zusammen mit Morteza Nikrawan, Amirkabir University of Technology Teheran, präsentierten ihre Überlegungen zur Entscheidungsfindung, zum Kampf zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz und dem Momentum Jetzt.

 

Herausforderung in der Industrie

Immer kleiner, leichter, leistungsfähiger und langlebiger sollen Motoren in Robotern, Maschinen oder der Luftfahrt werden. Wie sich die High-Tech Firma Maxon Motor aus Sachseln im Weltmarkt mit immer neuen Entwicklungen behauptet, präsentierte Dr. Ulrich Claessen, Leiter Forschung und Entwicklung. Deren kleinster Motor 4 mm gross ist und in Implantaten für Insulinpumpen eingesetzt wird. In der Produktion von Uhren stösst IWC Schauffhausen an ganz andere Grenzen. Die weltweite Konjunktur, wechselnde Modetrends und die Herstellungskosten beeinflussen die Uhrenproduktion massgeblich. Dennoch sind Innovationen im Uhrenbereich gemäss Ronald Jäger, Leiter Produktion bei IWC, noch nicht ausgereizt. Die Verwendung von neuen Materialien sowie Herstellung von personalisierten Uhren sind die Herausforderungen für das Unternehmen. Wie Big Data die Industrie revolutionieren wird, demonstrierte Matthias Kaiserswerth, ehemaliger Leiter des IBM-Research Centers in Rüschlikon. Quanten-Computer werden zu adaptiven Systemen, die wie neuronale Netze funktionieren und selbständig Aufgaben übernehmen. Ungelöste Probleme sind die Kühlung der Computer, für die derzeit 98 % der Energie aufgewendet werden, sowie in die Konstruktion von stapelbaren und damit leistungsfähigeren Prozessoren.

 

Wenn Arbeit und Freizeit verschmelzen

Die neuen Informationstechnologien verändern auch unsere Arbeitswelt. Die Deregulierung und Globalisierung führen zu einer Flexibilisierung, die auch die Art, wie wir arbeiten, verändert. Die Folgen sind Veränderungen bezüglich der Arbeitszeit, dem Arbeitsort, den Qualifikationen die Arbeitnehmende vorweisen müssen, den Umgang mit neuen Technologien sowie die soziale und emotionale Bindung von Arbeitnehmern mit der Firma und ihrem Arbeitsumfeld. Viele Arbeitnehmende profitieren damit von grösser Freiheit und Flexibilität in der Arbeitsgestaltung. Dies könne aber auch negative Folgen wie eine Kultur der rundum die Uhr Verfügbarkeit haben und zur Selbstausbeutung führen. Um dem entgegen zu wirken seien die Arbeitgeber gefordert, eine nachhaltigkeitsorientierte Personalpolitik zu gestalten.

 

«Man muss die Dinge neu denken!»

Einen komplett neuen Ansatz in der Produktion und der Nutzung von Gütern und Dienstleistungen forderte Professor Michael Braungart, der Erfinder und Verfechter des «Das Cradle to Cradle®-Designkonzept». Er fordert die Wirtschaft vehement auf, Produkte und Produktionsprozesse so zu entwickeln, dass keine

Ressourcen verschwendet werden. Produkte wie Autos, Bücher, Smartphones sollen nur noch in Stoffkreisläufen funktionieren. Damit gibt esnur noch nützliche Rohstoffe. Als abschreckende Beispiele nannte er das Smartphone, in dem 41 verschiedene chemische Elemente vorhanden sind, nur neun davon werden jedoch rezykliert. Sein Konzept bereitet den Weg vorzu einem neuen Wirtschaftssystem, in dem Innovation, Positivität, Qualität und Kreativität zentral sind. Dass dies funktioniert, zeigen weltweit mehrere hundert Produkte wie Textilien, Möbel oder Putzmittel, die nach diesem Prinzip entwickelt worden sind. Getreu seinem Konzept forderte er in der Diskussion eine Umverteilung der Arbeit. Die Menschen sollen so lange arbeiten, wie sie gesund sind. Ein Drittel der Arbeitszeit sollte für soziale Tätigkeiten eingesetzt werden, damit der Mensch mit dem was er tut, auch nützlich ist. Rechtliche und ethische Grenzen in der Medizin. Das Dilemma, wie die restriktive schweizerische Gesetzgebung in der Reproduktionsmedizin in der Schweiz hinter der gesellschaftlichen Realität hinter herhinkt, zeigte Prof. Andrea Büchler von der Universität Zürich auf. Die Folge: viele Paare reisen ins Ausland, um bestimmte Eingriffe machen zu lassen. Dies können sich aber nicht alle leisten! Die Grenzen in der Behandlung von Frühgeburten zeigte Dr. med. M.Sc. Valdo Pezzoli vom Regionalspital Lugano auf. Dank dem hohen medizintechnischen Standard sei die Behandlung in der Schweiz auf einem hohen Niveau. Dennoch gebe es immer noch Grenzen in der Behandlung. Im Gegensatz zu früher werden heute auch die Eltern in die Entscheide über die Art der Behandlung mit einbezogen.Die Erschwerung gemeinsamer Forschungsprojekte auf internationaler Ebene aufgrund von unterschiedlicher Regularien sprach Rodine Hendrickx, Universität Zürich an.

 

Fotodokumentation im Auftrag Academia Engelberg.



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